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Pressemitteilung vom 29. November 2007:
"Dirks: Wir freuen uns riesig"
Von Christine Tibroni
Billerbeck. Wir freuen uns riesig, dass wir zum Zug
gekommen sind, kommentierte gestern
Bürgermeisterin Marion Dirks die Nachricht aus
Düsseldorf über die erfolgreiche Bewerbung der
Baumbergegemeinden Billerbeck, Coesfeld, Havixbeck,
Nottuln und Rosendahl um den Status Leader-Region.
Die Baumberge gehören zu zehn ausgewählten
Leader-Regionen in NRW, die bis 2013 in den Genuss
von EU-Fördermitteln insgesamt 14,6 Mio. Euro kommen.
Das Geld wird für Projekte bereitgestellt, die zur
Stärkung des ländlichen Raums beitragen. Fördermittel
fließen allerdings nur dann, wenn die Projektträger
einen Eigenanteil in gleicher Höhe aus privaten
und/oder öffentlichen Mitteln aufbringen.
Noch in diesem Jahr wollen sich nach Auskunft von
Dirks die Vertreter der Baumbergegemeinden treffen,
um das weitere Vorgehen abzustimmen. Zu klären ist
unter anderem die umstrittene Frage des Regional-
managements. Darüber hinaus muss die lokale
Aktionsgruppe ins Leben gerufen werden, die künftig
entscheidet, für welche Projekte Fördermittel beantragt
werden. Barrierefreiheit nennt die Bürgermeisterin als
wichtiges, regionales Thema, das ihrer Meinung nach
im Zuge von Leader weiter verfolgt werden soll.
Die Vorsitzenden des Ratsfraktionen, die sich im Vorfeld
der Bewerbung intensiv und kritisch mit dem Thema
Leader auseinandergesetzt hatten, äußerten sich
gestern eher zurückhalten. Grundtenor: Mal schauen,
wie es weitergeht. Leader kann eine gute Sache werden,
meinte Günther Fehmer (CDU). Mit Leader könnten Ideen,
die im vorab aufgestellten Integrierten ländlichen
Entwicklungskonzept (Ilek) formuliert wurden, umgesetzt
werden. Ein Chance, die nach Einschätzung Fehmers,
vorrangig von privaten Initiativen, die unter Leader als
Projektträger auftreten können, ergriffen werden muss.
Die Stadt Billerbeck könne nur begleiten, habe aber
keine finanziellen Möglichkeiten für eigene
Leader-Projekte. Ich wünsche mir, dass sich die Erfolge
einstellen, die sich alle erhofft haben.
Jetzt muss sich zeigen, dass mit Leader Positives für
die Region bewirkt wird, sagte Klaus Wieling (SPD),
dessen Fraktion sich klar gegen die Leader-Bewerbung
ausgesprochen hatte. Er hoffe, so Wieling weiter, dass
andere Gemeinden nicht schlechter gestellt werden als
Leader-Gemeinden. Grundsätzlich sei er der Ansicht, dass
Städte und Gemeinden mit gleich gelagerten Problemen
möglichst gleich behandelt werden müssten. Ulrich
Schlieker (Grüne) begrüßte, dass Fördermittel in die
Region fließen. Er hoffe, dass die Gelder auch öko-
logischen Projekten zugute kommen. Diese Themen
fallen oft hintenüber, so Schlieker, der erneut die
Befürchtung äußerte, dass durch Leader Mittel, zum
Beispiel Spenden und Sponsorengelder, gebunden
werden, die auch für andere Projekte siehe Kunst-
rasenplatz dringend benötigt würden.
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