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Marion Dirks - Reden
Rede anlässlich des Besuches der nordrhein-
westfälischen Ministerpräsidenten Dr. Jürgen Rüttgers
im Billerbecker Rathaus Eintragung ins Goldene Buch
am 13.10.2007
- Es gilt das gesprochene Wort -
Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Dr. Rüttgers,
sehr geehrter Herr Landrat Püning,
sehr geehrte Frau Pfarrerin Langenheder, sehr geehrter
Herr Propst Serries,
verehrte Herren Bundes- und Landtagsabgeordnete,
sehr geehrte Damen und Herren aus Rat und Verwaltung,
verehrte Gäste,
vor wenigen Wochen arbeitete ich mich gemeinsam mit
unserem Stadtarchivar und alteingesessenen Billerbecker
Bürgern durch Kisten von historischen Bildern aus einem
Nachlass. Wir hielten bald ein Foto eines Mannes in den
Händen, der Adenauer ähnlich sah. Er war es nicht, dazu
waren die Personen an seiner Seite viel zu jung.
Doch schnell kam das Gespräch der Zeitzeugen in Gang.
„Wisst ihr noch, damals im Hoppenbergschen Saal?
Adenauer war da, 1947 zur Gründung der Jungen Union“.
Eine weitere Zeitzeugin, damals Kommunionkind, erinnert
sich noch genau, wie Dr. Konrad Adenauer am
27.September 1947 den Saal betrat. Der Spiegel
berichtete sogar in seiner Ausgabe vom 4. Oktober 1947
über diese Veranstaltung.
Heute, sehr geehrter Herr Ministerpräsident, besuchen
Sie die Stadt Billerbeck, um an die damalige erste
gemeinsame Landestagung der Jungen Union Rheinland
und Westfalen zu erinnern.
An dieser Stelle darf ich die Repräsentanten von CDU und
Junge Union auf Bundes- , Landes-, Kreis- und Stadtebene
herzlich begrüßen. Ich freue mich sehr, dass Sie den Ort
des Beginns für Ihre Jubiläumsfeierlichkeiten hier
ausgesucht haben.
Sehr geehrter Herr Dr. Rüttgers,
wenn Sie mehr Zeit für Ihren Billerbeck-Besuch
mitgebracht hätten, hätte ich Ihnen gerne unsere Don-
Bosco-Hauptschule gezeigt, die wir derzeit zu einer
Ganztagsschule ausbauen. Unsere Schule war eine der
ersten, die das Land durch ihr ausgewogenes Konzept
überzeugte, und die einzige im Kreis Coesfeld, die ohne
vorherige Erfahrung mit offenen Konzepten den Schritt
zur gebundenen Ganztagsschule wagte. Die Stadt
Billerbeck steuert trotz Haushaltssicherung erhebliche
Eigenmittel bei, weil wir daran glauben, dass die
Verbesserung der Bildungschancen unserer Kinder
Voraussetzung ist für die positive Entwicklung
unserer Stadt.
Ich hätte Ihnen gerne das gerade eingeweihte
Bühnenheim unserer Freilichtbühne gezeigt, gefördert
mit öffentlichen Mitteln, in der Hauptsache getragen aber
von ehrenamtlichem Engagement in Verbindung mit lokalen
und regionalen Sponsoren. Mitglieder der Freilichtbühne
werden Ihnen gleich ein Foto überreichen, damit Sie einen
Eindruck bekommen von dem Projekt, das hier geschultert
wurde.
Dieses Engagement möchte ich jedoch nur als ein Beispiel
verstanden wissen für die Vielfalt an bürgerschaftlichem
Engagement hier in Billerbeck, hier in unserer Region.
Gemeinsam mit unseren Nachbargemeinden Havixbeck
und Nottuln überzeugten wir die Jury mit unseren
diesjährigen „Ab in die Mitte“-Projekten. Die gemeinsame
LEADER-Bewerbung um Mittel aus dem NRW-Programm
„Ländlicher Raum“ aller fünf Baumberge-Gemeinden ist
seit dem 28. September auf dem Weg.
Sie sehen, sehr geehrter Herr Ministerpräsident, es tut
sich viel bei uns. Bürgerinnen und Bürger haben von jeher
verstanden, dass sie es selbst sein müssen, die ihre Stadt
gestalten. Wir freuen uns sehr, wenn dieses Engagement
vom Land NRW anerkannt und sogar gefördert wird.
Wir brauchen nach wie vor Entwicklungsspielräume, um
unseren Weg weiterzugehen. Wir hoffen, bei Ihnen ein
offenes Ohr für die Problemlagen in ländlichen Räumen
zu finden und sind sicher, dass Landesregierung und
Landtag zu einer differenzierten Betrachtungsweise von
Ballungsräumen und ländlichen Räumen gelangen, um
Menschen hier wie dort zum Engagement zu ermutigen.
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