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Marion Dirks - Tagebuch
Was macht eine Bürgermeisterin überhaupt den ganzen Tag? Welche Termine muss sie absolvieren, welche Menschen trifft sie und welche Entscheidungen stehen an?
An dieser Stelle möchte ich einen Einblick geben in meine Arbeit und Sie daran teilhaben lassen, was ich tue. Vermutlich werde ich nicht jeden Tag Zeit für einen Eintrag haben, manche Themen werde ich auch nicht öffentlich ansprechen dürfen, schließlich gilt es, den Schutz von Personen und Daten zu wahren. Dennoch werden Sie sicherlich so manches Interessantes lesen können in diesen nächsten Wochen und Monaten bis zur Bürgermeisterwahl. Suchen Sie gerne den Kontakt und sprechen mich an. Persönlich, telefonisch oder per E-Mail oder Brief. Ich freue mich auf Sie.
Ihre

Dienstag, 25. August 2009
Da unser Sozialarbeiter, der für die aufsuchende Jugendarbeit zuständig ist, sich beruflich neu orientiert, müssen wir die stelle neu besetzen. Daher standen heute eine Reihe von Vorstellungsgesprächen auf meinem Terminkalender. Am Abend dann durfte ich die letzten Vorbereitungen für die Organisation der 3. Gesundheitstage in Billerbeck verfolgen und anschließend bei der Organisation des Thementags Schönheit unterstützen, der in diesem Jahr erstmals die Gesundheitstage einleiten wird.
Montag, 24. August 2009
Wahl hin, Wahl her, die Alltagsarbeit muss natürlich gemacht werden. Der Rat hat die Verwaltung beauftragt, der Öffentlichkeit dazulegen, welche Maßnahmen mit der 1,7 Mio. Euro Förderzusage aus dem Investitionpakt an der Hauptschule ergriffen werden können. Als wird für Mittwoch ein Pressetermin abgestimmt. Mit der Altenbegegnung bespreche ich die Möglichkeit, einen Mittagstisch für Senioren in der Mensa der Hauptschule anzubieten. Gleich wird ein Treffen vereinbart, um ganz konkret zu werden. Mittags dann ein Rundgang, um für Beauftragung für die Planungen des barrierefreien Umbaus der Lange Straße Details abzustimmen. Am Nachmittag dann die Gesellschafterversammlung der Trägergemeinschaft für die Altenhilfe im nordwestlichen Münsterland, zu der das Ludgerus-Stift in Billerbeck und das St. Gertrudis-Haus in Horstmar gehören. Sommerempfang beim Regierungspräsidenten und dann ganz privat der Geburtstag meiner jüngsten Schwester.
Samstag, 22. August 2009
Wirklich klasse. Die 1. Berufsorientierungsmesse der Realschule war ein voller Erfolg. Viele Betriebe und viele Interessenten und noch Ausbaumöglichkeiten für die nächsten Jahre. Diese Veranstaltung kann gleichzeitig zur jährlichen Gewerbeschau Billerbecks werden. Dann durfte ich einem glücklichen Goldpaar gratulieren. Am Nachmittag saß ich im Freibad in der Jury der A-Bombenmeisterschaft. Ganz schön schwierig. Nachmittags war unser Sohn als Schiedsrichter im Einsatz. Dieses Spiel schaute ich mir gerne an.
Freitag, 21. August 2009
Nun nähert sich der Wahltermin mit Riesenschritten. Nach den Sommerferien, in denen es traditionsgemäß ruhiger ist, geht es nun auch in der Alltagsarbeiten weiter. Der zweite Bauabschnitt fürs Freibad muss vorbereitet werden, ebenfalls die Investitionen Realschulturnhalle und weitere Sanierung Hauptschule. Abends stehen dann weitere Hausbesuche in den Wahlbezirken an. heute Nachmittag hatte ich den Luftballon-Künstler Happu Krenz an meinen stand in der Fußgängerzone eingeladen. Er sorgte für Kurweil bei den Kindern und machte wundervolle Ballonfiguren. Klar, dass die Schlange lang war. Abend stand dann noch ein Pressetermin mit SAT 1 in der Bäckerei Ahlers-Kemper an, die ja die Aktion "BillerBäcker Wahl" veranstaltet und Gebäck mit den Bildern der Bürgermeisterkandidaten verkauft.
Donnerstag, 20. August 2009
Gestern Abend fand die Podiumsdiskussion der Kolpingfamilie statt. 400 Menschen konnten sich ein eigenes Bild von den vier Bürgermeisterkandidaten machen. 3200 Unterschriften für den Erhalt der Feste in der Innenstadt wurden mir von den Vereinen übergeben. Die Vereine hatten sich zu dieser Aktion entschlossen, da sie auf jeden Fall in der Stadt im Zelt feiern wollen. Auf keinen Fall wollen sie z.B. in die Zweifachturnhalle oder in eine andere Festhalle, die aus Lärmschutzgründen nur am Stadtrand errichtet werden könnte.
Donnerstag, 30. Juli 2009 Riesengroß war das Interesse der älteren Billerbecker an meiner Erkundungstour durch Billerbeck. 200 Damen und Herren starteten in vier Bussen am Busbahnhof. Zunächst ging es ins renovierte Freibad, das unter Denkmalschutz gestellt ist. Dort konnte ich erläutern, dass die Technik komplett neu ist, wir eine gute Wasserqualität haben und auch die Wassertemperaturen konstant halten können. Dann ging es in die Hauptschule, die wunderschön hell mit neuer Mensa strahlt. Die Bürger konnten hautnah miterleben, wie gerade die Küche eingebaut wurde, in der ab nächste Woche gekocht wird. Auch vom Sportpark und vom Kunstrasenplatz im Sportzentrum Helker Berg waren alle begeistert. Ein Blick noch auf die Baustraßen im neuen Baugebiet Gantweger Bach und auf die neuen Häuser im Wohngebiet Sandbrink, dann ging es zur Brotzeit auf die Weißenburg, wo der wunderschöne Nachmittag mit einigen plattdeutschen Beiträgen von Kiepenkerl Klaus Wiethaup und Klärchen Berning ausklang.
Samstag, 25. Juli 2009
Die Anmeldungen zu der von mir angebotenen Erkundungstour durch Billerbeck sind so zahlreich, dass ich umdisponieren muss. Die 150 Gäste, die teilnehmen, finden bei der Familie Thumann auf der Beerlage keinen Platz. Spontan finde ich auf der Weißenburg einen guten Ersatz. Die Teilnehmer freuen sich schon heute über die Tour und freuen sich, auf die Art und Weise Dinge in Billerbeck zu erleben. Ich bin überwältigt von dem großen Interesse.
Freitag, 24. Juli 2009
Unter großem Medienaufgebot dekorierten die vier Bürgermeister-Kandidaten die Schaufenster bei Ahlers-Kemper, Meine drei Mitbewerber waren zum Teil schon eine Stunde vor der vereinbarten Zeit erschienen, um die Dekoration zu erledigen.
Dienstag, 21. Juli 2009
Die Bäckerfamilie Ahlers-Kemper hat die vier Bürgermeister-Kandidaten eingeladen, jeweils ein Schaufenster zu dekorieren. Außerdem soll Gebäck mit den Bildern verkauft werden. Nun galt es für mich, eine Idee zu entwickeln und mir bei den Billerbecker Einzelhändlern Ratschläge zu holen. Ich sammelte Material zum Thema Barrierefreiheit und Naturtourismus und wurde dabei u.a. auch bei uns zu Hause im Spielkeller fündig. Ein schöner Termin war der Besuch bei einem Goldhochzeitspaar, dem die Nachbarn ein wunderschönes musikalisches Ständchen brachten.
Montag, 20. Juli 2009
Billerbeck soll im Herbst das Hauptthema der Ausgabe "Wirtschaft aktuell", einer Zeitschrift der Wirtschaftsförderungsgesellschaften sein. Redaktionsmitarbeiter besprachen mit mir und unserem Mitarbeiter Rolf Schmiedel, der für den Bereich Tourismus zuständig ist, die Themen. Billerbeck hat im Jahr 80.000 Übernachtungen und ist damit kreisweit Spitzenreiter. Immer mehr niederländische Gäste und Gäste aus dem englischsprachigen Ausland kommen nach Billerbeck. Doch auch das produzierende Gewerbe ist vergleichsweise stark. In den letzten fünf Jahren kamen hier fast 200 Arbeitsplätze hinzu. im Bereich Bergstraße konnten endlich Grundstücke der Bebauung zugeführt werden. Auch die Planungen Erweiterung Gewerbegebiet Hamern laufen. Dann durfte ich wieder eines meiner Patenkinder besuchen, einen kleinen Jungen, der das dritte Kind in seiner Familie ist.
Samstag, 18. Juli 2009
Heute bringen mein Mann und ich unsere jüngste Tochter nach Marburg in einwöchige Reiterferien. Am Abend begleite ich meinen Mann dann nach Hallenberg ins südliche Sauerland, wo ein Altar aus Baumberger Sandstein eingeweiht wird. Mein Mann hat die Aufgabe, während der Feierlichkeiten die Reliquien einzusetzen.
Donnerstag, 16. Juli 2009
Heute Abend trafen sich Händler und Dienstleister zum Stammtisch der UnternehmensInitiative Billerbeck. Mittlerweile nehmen die Planungen zu einem Einkaufsführer "Einkaufen in Billerbeck" Formen an. Thema des Abends war die Vorbereitung von Thementagen. Noch im Oktober zur Einleitung der Gesundheitstage soll ein "Schönheitstag" stattfinden. Ich werde ein Schreiben vorbereiten und um Ideen für diesen Tag bitten. Fürs nächste Jahr sollen die Themen Familie und Blumen in Angriff genommen werden. Immer an einem Freitag, um die Frequenz an diesem Markttag in der Innenstadt zu verstärken.
Mittwoch, 15. Juli 2009
Morgens hatte der Kreis ins Kreishaus eingeladen, um über das Thema Einrichtung von Pflegestützpunkten zu informieren. In Anbetracht der Tatsache, dass Kreis und Gemeinden bereits eine gute Pflegeberatung haben, ist das Konzept der gemeinsamen Pflegestützpuntke von Kreis und Pflegekassen sehr kritisch zu betrachten. Grundsätzlich ist man sich einig, das der Beratungsbedarf sehr groß ist, es muss aber ein gemeinsamer Standard und es müssen gemeinsame Ziele formuliert werden. Fast an jedem Spätnachmittag bin ich in den Wahlbezirken unterwegs und freue mich sehr über die herzliche Aufnahme und den oft angebotenen Kaffee, den ich leider nicht immer trinken kann. Viele Kleinigkeiten liegen den Menschen am Herzen, wie z.B. die Sauberkeit der Treppe vom Altenberger Weg zur Bahnhofstraße oder des einen oder anderen Beetes. Wenn während der Schulzeit Schüler auf ihren Rollern durchs Wohngebiet fahren, stört das verständlicherweise auch. Ich freue mich sehr über die große Zustimmung zu meiner Arbeit, vor allem die Schwerpunkte im Bereich der Bildung und der Barrierefreiheit. Ganz oft sagen die Menschen danke, weil das Freibad so erhalten werden konnte, wie wir es kennen und weder zu einem Naturbad noch zu einem Edelstahlbad wurde. Sorgen machen sich viele um die Zukunft des Handels in der Innenstadt, wohlwissend, dass jeder seinen Teil dazu beitragen kann, in dem er in Billerbeck einkauft.
Dienstag, 14. Juli 2009
Heute hatte ich einen freien Nachmittag. Unsere Tochter wurde zwölf und hatte ihre Freundinnen ins Freibad eingeladen, wo wir gemeinsam den Nachmittag verbrachten. Anschließend wurde bei uns gegrillt und dann startete die Übernachtungsparty. Daher hatte ich keine Gelegenheit, die erste gemeinsame Streife von Polizei und Ordnungsamt zu begleiten, die am Runden Tisch gegen Gewalt vereinbart worden war, um Präsenz zu zeigen und zu informieren.
Samstag, 11. Juli 2009
Schützenfest in Alstätte-Osthellermark. Mittags zum Antreten schien noch die Sonne, doch das Vogelschießen verregnete ganz schön Mit Christian Rensing hat der Schützenverein wieder einen jungen Regenten und kann getrost das Jubiläumsjahr 2010, in dem das 300-Jährige gefeiert wird, erwarten.
Freitag, 10. Juli 2009
Mein erster Infostand in diesem Wahlkampf in der Fußgängerzone. Es regnete meistens in Strömen, dennoch führten wir interessante Gespräche. Ich hatte Clown Georg engagiert, der seine Späße trieb und Luftballonfiguren modellierte. Abends musste ich mich zunächst aufwärmen. Denn zur Nässe kam auch noch die Kälte hinzu.
Mittwoch, 8. Juli 2009
Als DRK-Vorsitzende darf ich die Blutspendeehrung vornehmen. Mit Anton Kortüm-Westerhoff haben wir diesmal einen Billerbecker dabei, der 150mal Blut gespendet hat. Ewald Leuer spendete 125mal Blut, eine Reihe von Herren 100mal. Eine wichtige Leistung, sich so für andere Menschen einzusetzen.
Sonntag, 5. Juli 2009
Vereine und Stadt rufen gemeinsam zu einer Unterschriftenaktion auf, mit der man sich an Land und Bund wenden möchte. Der Hintergrund: Die gesetzlich vorgeschriebenen Lärmwerte sind auch bei Lärmschutzmaßnahmen nicht einhaltbar, wenn in der Stadt weiter Zeltfeste stattfinden sollen. Dies kann, so sind wir uns einig, nicht im Sinne der Brauchtumspflege und der überall verkündeten Stützung des Ehrenamtes sein. Zum Pressetermin im Rathaus erscheinen alle Vereine vollzählig.
Samstag, 4. Juli 2009
Strahlendes Wetter und Schützenfest in Ossensiel. Es freut mich besonders, dass mit Marlies Schmidt schon wieder eine Dame regiert.
Freitag, 3. Juli 2009
Der Morgen ist belegt mit einer umfangreichen Besprechung zum Thema Breitbandversorgung im Kreis Coesfeld. Breitband für Unternehmen und auch für jeden Haushalt soll mittel- und langfristig für eine zeitgemäße Versorgung und für Standortvorteile sorgen. Dass zur Überbrückung bis zur Zielerreichung, dem Ausbau eines öffentlichen Breitbandnetzes, auch ein Mix von anderen Techniken erforderlich ist. Ein Arbeitskreis des Kreises Coesfeld und der Städte und Gemeinden kümmert sich um das Thema. Am Nachmittag besuche ich die Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Andrick, der Mitglied des Kuratoriums der Sparkassen ist. Als Kuratoriumsvorsitzende bin ich natürlich genau wie die anderen Mitglieder dabei. Bevor ich an der Ruhruniversität Bochum ankomme, muss ich allerdings durch eines der schlimmsten Unwetter, das ich persönlich erlebt habe. Die A43 stand völlig unter Wasser, die Gullideckel sprangen hoch und ich suchte mit anderen Schutz unter einer Brücke vor Hagelschauern und Sturm. Dass die Autobahnauffahrt dann nach Gewitterende auch überschwemmt war, machte die Angelegenheit nicht besser.
Donnerstag, 2. Juli 2009
Ein heißer Sommertag und der erste Ferientag. Eigentlich habe ich gedacht, meine Rathaus-Sprechstunde würde nur mager besucht. Doch weit gefehlt. Den ganzen Nachmittag kamen Bürgerinnen und Bürgern mit den unterschiedlichsten Anliegen, die oft auch im persönlichen Bereich lagen.
Mittwoch, 1. Juli 2009
Am frühen Morgen hieß es Abschied nehmen von den jungen Leuten, die in diesem Jahr unsere Partnerstadt Englewood besuchen, darunter unser Sohn Nicolas. Schon ein seltsames Gefühl. Mit Spannung habe ich die SMS erwartet, dass die Reise gut geklappt hat und alle gut angekommen sind.
Dienstag, 30. Juni 2009
Die letzte Ratssitzung vor den Sommerferien und auch für der Kommunalwahl. Der Rat stellt die Weichen für das Konjunkturpaket 2009. Bereits am Donnerstag ist Baubeginn für die Sanierung der Realschulaula.
Sonntag, 28. Juni 2009
Jetzt bin ich einige Zeit nicht dazu gekommen, dieses Tagebuch weiterzuschreiben, weil die Terminlage sehr eng war. Auch jeder Abend war mit Terminen belegt. Es ist meistens so kurz vor Beginn der Sommerferien und lässt dann am ersten Ferientag nach. Wir hatten mittlerweile eine gute Veranstaltung "Gans Billerbeck", konnten leerstehende Ladenlokale mit dem Projekt "Zwischenzeit" füllen - Gewerbetreibende und Künstler stellen dort aus - , weitere Projekte wie einen Einkaufsführer und ein Workshop zur Schaufenstergestaltung sind geplant. Der zuständige Ausschuss gab grünes Licht, einen Planungsauftrag zur barrierefreien Gestaltung der Innenstadt, hier insbesondere der Fußgängerzone, zu vergeben. Hier in diesem Bereich wird sich einiges tun. Morgen tagt ein Runder Tisch mit Fachleuten, zu denen auch die Landwirte gehören, um ein weiteres wichtiges Thema, Intensivtierhaltung zu bearbeiten. Gestern wurde Freddy Rottmann die erste Königin der Johanniter, heute morgen wurde der Schwesterkonvent im Ludgerus-Stift verabschiedet und heute Nachmittag durfte ich mit Maria Ricker beim 2. Billerbecker Seifenkistenrennen in die Seifenkiste steigen. 'Frau Ricker gewann natürlich, wenn auch nur mit wenigen Hundertstel Vorsprung. Ein großer Spaß. Gar nicht spaßig war in der vergangenen Woche der Umgang der CDU-Fraktion mit eine wunderschönen Nachricht. Wir erhalten gut 1,7 Mio. Euro im Rahmen des Investitionspaktes für die energetische Sanierung der Hauptschule und der Turnhalle. Die CDU und ihr Bürgermeisterkandidat reklamierten den Erfolg in einer umfangreichen Pressemitteilung für sich, wohlwissend, dass das nicht stimmt. Meine Mitarbeiter in der Verwaltung haben ein besonders innovatives Konzept erarbeitet und dies nach Beratung durch die Bezirksregierung wegen der besonderen Inhalte nach vorne gebracht. Bereits am Tag der Antragseinreichung habe ich die CDU-Landtagsabgeordneten informiert und um Unterstützung gebeten, die diese natürlich zugesagt haben. Und der Rat der Stadt Billerbeck als ganzes hat dieser Vorgehensweise zugestimmt.
Mittwoch, 10. Juni 2009
Endlich war es soweit. Der erste Bauabschnitt der Freibadrenovierung ist abgeschlossen, die Saison 2009 konnte beginnen. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde wurde das Denkmal Freibad Billerbeck wieder in betrieb genommen. Der zweite Bauabschnitt folgt im nächsten Winter. Dann werden auch die sanitären Anlagen und die Umkleiden saniert. Ich bin froh und stolz, dass wir das Freibad Billerbeck auf diese Art und Weise mit Zuschüssen des Landes aus dem Denkmaltopf und Zuschüssen der Sparkassenstiftung erhalten, sanieren und durch einen neuen Familienbereich ergänzen konnten. Nach der Don-Bosco-Hauptschule das zweite große Bauprojekt in meiner Amtszeit. Neben den vielen anderen Dingen, die es zu regeln und zu gestalten gilt. Und noch eine gute Nachricht. Auch bei der Planung eines neuen Zuhauses für die DLRG tut sich was. Die Zeichen, dass im Bereich des alten Plantschbeckens ein neues Heim entstehen kann, stehen gut. Der DLRG-Vorstand haben zusammen mit der Familie Brockmann eine Idee entwickelt, die bereits auf "Gans Billerbeck" vorgestellt werden kann.
Montag, 8. Juni 2009
Zum ersten Male überhaupt fand vor einer Kommunalwahl einer Podiumsdiskussion für Erstwähler statt, organisiert von einer Abschlussklasse der Städtischen Realschule. Eingeladen waren die Bürgermeisterkandidaten und auch die Parteivorsitzenden. Der Abend war wirklich toll vorbereitet, die jungen Leute hatten gut recherchiert. Insa Schulze Langenhorst und Benedikt Scheipers hatten zudem als Moderatoren die Runde gut im Griff. Den Jugendlichen hat der Abend gefallen, sie fanden es toll, die Kommunalpolitiker argumentieren zu hören und mehr über die Themen Freizeitgestaltung, Wirtschaft und Handel sowie Jugendbeteiligung zu erfahren. Am Morgen nahm ich an der Bürgermeisterkonferenz auf Kreisebene in Lüdinghausen teil. Am Nachmittag dann die Fachbereichsleiterrunde bei mir im Dienstzimmer. Themen waren u.a. die Umsetzung der EU-Dienstleistungsrichtlinie bei uns in Billerbeck und natürlich die Eröffnung des Freibades am Mittwoch, für die der Countdown läuft.
Sonntag, 7. Juni 2009
Die Europawahlen fanden heute statt. Nicht wie geplant zusammen mit den Kommunalwahlen. Daher gingen auch nur knapp über die Hälfte aller Wahlberechtigten in Billerbeck zur Wahl. Dennoch liegen wir mit unserer Wahlbeteiligung weit über dem Landesdurchschnitt, was ich sehr schön finde. Billerbecker sind wirklich aktiv und interessiert. Der Wahlablauf hat gut geklappt, die Meldungen aus den Wahllokalen wurden sofort eingegeben, online gestellt und auch in den Ratssaal übertragen.
Mittwoch, 3. Juni 2009
Heute informierte ich mich in Ascheberg über das Projekt der Stadt Profilschule Ascheberg. Bürgermeister Emthaus stellte mir auf meine Bitte hin das pädagogische Konzept vor, den Weg dorthin und den nun vor ihnen liegenden Weg eines Antrags auf Modellschule. Am Abend traf sich die Lokale Aktionsgruppe, die den LEADER-Prozess, in den es europäische Finanzmittel für Projekte gibt, steuert. Im Bereich Landwirtschaft ist zum Beispiel nun geplant, den Lernort Bauernhof in den Vordergrund zu stellen, einen Erlebnispfad Landwirtschaft zu organisieren und die Landwirtschaftsregion Baumberge in den Vordergrund zu stellen. Darüberhinaus laufen ja bereits Anträge für den Berkelspaziergang und das Naturtourismuskonzept Baumberge.
Dienstag, 2. Juni 2009
Heute fand die erste Podiumsdiskussion statt, auf der alle vier Bewerber um das Bürgermeisteramt aufeinandertrafen. Der Initiativkreis Außenbereich hatte eingeladen, und mehr als 50 Interessierte kamen in die Gaststätte Lanfermann. Hauptthemen waren natürlich die Intensivtierhaltung und der Zustand der Wirtschaftswege. Bei beiden Themen werden Fortschritte nur gelingen, wenn alle Beteiligten gut mitarbeiten.
Montag, 1. Juni 2009
Ein wunderschönes Erlebnis war die heutige Premiere des Kinderstückes der Freilichtbühne Billerbeck "Wickie und die starken Männer". So junge Darsteller in den Hauptrollen und so textsicher. Dann ein tolles Bühnenbild und viel Leben in Flake und auf dem Meer. Der Start in die Freilicht-Saison ist wirklich gelungen.
Freitag, 29. Mai 2009
Das wichtigste Ereignis heute war die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Wolfgang Suwelack. Der Landrat hielt die Laudatio, als Bürgermeisterin hatte ich die Aufgabe, die Gäste einzuladen, den Empfang auszurichten und natürlich Herrn Suwelack im Namen der Stadt Billerbeck zu gratulieren.
Donnerstag, 28. Mai 2009
Der Donnerstag stand ganz im Zeichen einer wichtigen Ratssitzung. Der Haushaltsplan 2009, der erste nach den Richtlinien des Neuen Kommunalen Finanzmanagements, das sich an die kaufmännische Buchführung anlehnt, wurde verabschiedet. Alle Fraktionen stehen hinter dem Zahlenwerk. Das ist nicht selbstverständlich. Einstimmige Etatbeschlüsse gab es in der Vergangenheit nicht zu häufig. Die Fraktionen machten ganz deutlich, dass diese Haushaltsplanverabschiedung im Zeichen des Kommunalwahlkampfes stand., Sie vergrößerten das Defizit, um weitere 110.000 Euro und warfen mir vor, im Etat keine Ideen für die Bürger mit finanziellen Folgen in den Etatentwurf gesetzt zu haben. Ein Vorwurf, den ich nur als Lob werten kann. Durch Ausgabendisziplin und kreative Ideen, an Fördermittel zu kommen, konnte die Finanzlage der Stadt zum Ende 2008 deutlich verbessert werden. Wir starteten ohne Altlasten in das neue Haushaltsjahr. Dadurch haben wir erst die Freiräume geschaffen, die manche Wahlkampfstrategen jetzt für sich nutzen wollen. Wenn sich die Fraktionen auf der einen Seite berechtigte Sorgen um die künftige Finanzausstattung der Stadt durch Steuermittel und Schlüsselzuweisungen machen, wundert es doch, dass auf der anderen Seite Wahlgeschenke verteilt werden. Es ist leicht, Projekte zu fordern, umso schwieriger ist es, sie zu finanzieren. In den vergangenen Jahren wurde viel bewegt mit Einsatz der Bürger und auch mit finanziellen Einsatz von Sponsoren. Sparsane Haushaltsführung ist die beste Familien- und Wirtschaftsförderung. Wir wollen nicht wieder in die Haushaltssicherung. Und es ist richtig, was in einer Etatrede zum Ausruck kommt: Ohne das Engamenent der Billerbecker hätte jede Bilanz einer Bürgermeisterin oder von Fraktionen nur leere Seiten.
Mittwoch, 27. Mai 2009
Heute war ein wichtiges Thema die Auswertung des Lärmgutachtens anlässlich des Kolpingschützenfestes, bei dem erstmals eine mobile Lärmschutzwand getestet wurde. Abstimmungen mit den Anliegern und den Vereinen standen und stehen nun an, um die weitere Vorgehensweise festzulegen. Ein wichtiges Thema ist nach wie vor der Einkauffsstandort Billerbeck. Ein Bestreben der UnternehmensInitiative Billerbeck, zu der sich Dienstleister im Innenstadtbereich zusammengefunden haben, ist es zunächst kurzfristig, sichbare Leerstände mit interessanten Ausstellungen zu füllen. Weitere Schritte müssen sein, Käufer verstärkt für die leistungsfähigen Fachgeschäfte zu interessieren. Am Abend schloss die Kuratoriumssitzung der Sparkassenstiftung den Arbeitstag ab.
Dienstag, 26. Mai 2009
Am Montag und Dienstag nahm ich als Delegierte teil am Kommunalkongress des Städte- und Gemeindebundes in Berlin. Heute Morgen hörte ich zum ersten Male Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, die die Festrede hielt, persönlich. Sie zeigte sich gut informiert und tief verwurzelt im deutschen Föderalismus. Ganz deutlich wurde auch in den Grußworten, z.B. der Präsidenttin des Deutschen Städtetages, der Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth, dass auch auf die Kommunen sehr schwierige finanzielele Zeiten zukommen. Alle Redner waren sich einig, dass die Themen demographischer Wandel, Bildung und Integration die Themen der Zukunft sind. Heute ist zudem gerichtlich bestätigt worden, dass die Kommunalwahl am 30. August 2009 stattfindet und die Stichwahl für das Bürgermeisteramt entfällt.
Samstag, 23. Mai 2009
Der Tag steht ganz im Zeichen des Kolpingschützenfestes. Morgens stehen zunächst die Einkäufe auf dem Programm, am Nachmittag der Besuch auf der Schützenwiese. Tolles Wetter und tolle Beteiligung. Da Petra Piegel Ehrendame geworden ist, erhält unsere Kolpinggruppe eine Einladung an den Thron. Wir feiern abends mit guter Laune und vor allem leise.
Donnerstag, 21. Mai 2009 - Christi Himmelfahrt
Heute morgen noch ein Geburtstagsbesuch bei einer 80-jährigen Dame. Dann ging der Zug nach Köln, wo ich mit unserer jüngsten Tochter das finale von Germany`s Next Topmodell besucht. Eine wirklich professionelle Show, doch Heidi Klums piepsige Stimme macht live noch deutlicher, dass sie zwar in tolles Modell und eine gute Geschäftsfrau, aber keine Moderatorin ist. Auf jeden Fall freut sich unsere Tochter über den Sieg von Sarah.
Mittwoch, 20. Mai 2009
Die letzten Absprachen für die Installation der Lärmschutzwand und der entsprechenden Messstrecken zur Lärmmessung sind heute ein wichtiges Thema. Der Geburtstagsbesuch bei einer 85-jährigen Dame und weitere Besprechungstermine füllen den Tag, während mein Mann sich mit Mitarbeitern Richtung Nürnberg zum besuch der weletweiten Natursteinmesse aufmacht.
Dienstag, 19. Mai 2009
Nach verschiedenen Besprechungen und Vorbereitungen im Büro nahm ich an einer Beerdigung teil. Am Abend trafen sich auf meine Einladung hin interessierte Billerbecker bei Homoet, um weitere Schritte der UnternehmensInitiative abzusprechen. Es konnten einige konkrete Vereinbarungen getroffen werden.
Montag, 18. Mai 2009
Heute gehörte der Tag unserer Tochter. Sie studiert in Aachen und zieht dort von ihrem Studentenzimmer in eine andere Wohnung. Da ist jede Hilfe willkommen.
Sonntag, 17. Mai 2009
Heute morgen durfte ich eine beeindruckende Veranstaltung in der Alten Landwirtschaftsschule erleben. Auf Einladung der SPD-Bundestagsabgeordneten Angelica Schwall-Düren und des SPD-Landtagsangeordneten Andre Stinka sprach der polnische Botschafter in Berlin im "Roten Salon" über die unterschiedlichen Eindrücke, die die Menschen vor Ort und die Politiker auf ihrer Ebene vom zusammenwachsenden Europa und vom den deutsch-polnischen Beziehungen haben. Das Familienfest der kath. Pfarrgemeinde und das Frühlingsfest des Seniorenstifes Baumberge luden anschließend zur Stippvisite.
Samstag, 16. Mai 2009
Morgens stand die Begrüßung der Teilnehmer an den Westdeutschen Tischtennismeisterschaften auf dem Programm. Auf Einladung der Tischtennisabteilung des DJK-VfL Billerbeck trafen sich mehr als 70 Mannschaften aus ganz Nordrhein-Westfalen in der Zweifachturnhalle. Anschließend konnte ich Mitglieder der Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen am städt. Bauhof zu einer Besichtigung begrüßen. Am Abend freute ich mich dann sehr über weit mehr als 100 Gäste auf meinem Sommerempfang anlässlich der anstehenden Bürgermeisterwahl. Auch die Bürgermeister-Kollegin Elisabeth Kammann und die unabhängigen Kandidaten in Havixbeck, klaus Gromöller, und Gescher, Franzs-Josef Menker, waren gekommen. Wir verabredeten einen Erfahrungsaustausch der unabhängigen Bürgermeisterkandidaten und später der Bürgermeister auf Münsterlandebene.
Freitag, 15. Mai 2009
Heute morgen stand eine Tagung im münsterschen Schlosses ganz im Zeichen der Weiterentwicklung von Schulen im Bereich der Sekundarstufe I. Da wir auch in Billerbeck angesichts des Schülerrückganges Gedanken dazu machen müssen, wie wir möglichst viele Schülerinnen und Schüler in Billerbeck halten können, waren Information und Kontaktaufnahme wichtig. Am Nachmittag stand dann alles im Zeichen des bundesweiten Tages der Lokalen Bündnisse für Familie. Auch in Billerbeck wurde im Frühjahr letzten Jahres so ein Bündnis gegründet. Die Bündnispartner, Menschen, Gruppen und Institutionen, die sich für Familien einsetzen, informierten in der Fußgängerzone. Mit dem Verein der Garten- und Blumenfreunde konnten Kinder Blumen einsäen. Das ToT-Jugendzentrum versorgte die Besucher mit Waffeln und Kaffee.
Montag, 27. April 2009
Der Terminkalender ist bis zu den Sommerferien eng gesteckt. Eine Reihe von Themen muss noch abgearbeitet werden. Morgen stehen zwei Pressegespräche zu wichtigen Problemfelder an, zur Zeltplatzproblematik und zum Umgang mit dem Aufenthalt von Jugendlichen auf Straßen und Plätzen und den dann oft folgenden Vandalismus, die vorbreitet werden mussten. Zwischendurch durfte ich einem rüstigen 85-jährigen Geburtstagskind gratulieren. Gegen Abend sagte ich im Namen der Stadt den Bergvagabunden danke, die vor zehn Jahren das Wassertretbecken gebaut und seitdem auch gepflegt haben und das täglich. Diese Aufgabe geht nun an die Stadt über, die sich über die Unterstützung des Vereins IBP freut, der diese Aufgabe wahrscheinlich von Menschen ausführen lassen wird, die sonst auf dem ersten Arbeitsmarkt keine Perspektive haben.
Sonntag, 26. April 2009
Heute lockten Büchermarkt und Kirmes viele Menschen bei strahlendem Sonnenschein in die Stadt. Es war aufgrund der vielen anderen Frühlingsfeste im Umkreis insgesamt etwas ruhiger, dennoch präsentierte sich Billerbeck von der besten Seite. Glückwunsche durfte ich drei Geschäften überbringen, die Jubiläum feierten. 90 Jahre Tabakwaren Marheineke, 50 Jahre Haushaltswaren Rudolf Dirks und 20 Jahre Goldschmiede Rick. Heute morgen besichtigte der Vorstand des Fördervereins Freibad die Baustelle des denkmalgeschützten Freibades, gegen Mittag durfte ich die Siegerehrung der Kreismeisterschaften der Tennisjugend vornehmen, die von der Tennisabteilung des DjK-VfL Billerbeck ausgerichtet wurden.
Donnerstag, 23. April 2009
Heute stellte der Umwelt- und Denkmalausschuss die Weichen für eine erneute gemeinsame kreisweite Ausschreibung der Leistungen für die Abfuhr von Müll. Er gab auch grünes Licht für die weitere Planung eines historischen Stadtspazierganges. Anhand von Schildern soll an bestimmten Stellen im Stadtgebiet auf die Geschichte im 19. und 20. Jahrhundert hingewiesen werden. Manche wissen nicht mehr, wo unsere erste Post war oder die Spar- und Darlehenskasse, die heutige Volksbank, ihren ersten Sitz. Auch der Standort der Firmen Suwelack oder Conze&Colsmann ist Jüngeren kaum mehr bekannt. Breiten Raum nahm die Vorstellung des neuen Baumkatasters ein. Jeder Baum ist nummeriert, wird regelmäßig kontrolliert, sodass Krankheiten zügig vorgebeugt werden kann. Im engeren Stadtgebiet, ohne Friedhöfe und Sportzentrum, gibt es mehr als 2000 Bäume. Für jeden Baum, der aus Standsicherheitsgründen gefällt werden muss, wird mindestens ein neuer Baum gepflanzt.
Dienstag, 21. April 2009
Heute Abend stellten drei Studierende der Fachhochschule Münster, Fachbereich Architektur, ihre Ideen zur Stadtgestaltung vor, vor allem zur Fußgängerzone Lange Straße. Das Interesse der Billerbecker war sehr groß. Vor gut zwei Jahren hatte ich Prof. Höing angesprochen, der sich als Städteplaner an der FH auch mit dem Thema eine Stadt für alle, Generationen gerechte Stadt beschäftigt. Er konnte Studierende dazu bewegen, Billerbeck zum Thema ihrer Bachelor-Arbeiten zu machen. Die Ideen der Studenten sollen zum Weiterdenken anregen. Der zuständige Fachausschuss muss nun entscheiden, ob wir den Umbau der Lange Staße weiter planen sollen.
Freitag, 20. Februar 2009
Der gestrige Karnevalszug war ein großer Erfolg. Viele schöne Wagen und tolle Fußgruppen zogen die Besucher in ihren Bann. Die Übertragung im Fernsehen und das Gastspiel von Jürgen Drews sorgten zudem für großes Interesse. Ein Kompliment an das Orga-Team. Am Nachmittag und Abend war die Stadt voll von Menschen. Glücklicherweise gab es nur wenig Vorkommnisse. Polizei und der von der Stadt eingesetzte Sicherheitsdienst waren zufrieden mit dem Ablauf des Kneipenkarnevals.
Mittwoch, 18. Februar 2009
Das Oberverwaltungsgericht kippt den Kommunalwahltermin 7. Juni 2009. Kurz darauf wird als neuer Wahltermin der 30. August angegeben. Damit werden die Bürger in diesem Jahr dreimal zur Wahlurne gerufen, am 7. Juni Europawahl, am 30. August Kommunalwahlen und am 27. September. Dies führt zu einem höheren Verwaltungsaufwand, die ehrenamtlichen Wahlvorstände müssen dreimal besetzt werden, zudem ist aus meiner Sicht fraglich, ob dies nicht negative Auswirkungen auf die Wahlbeteiligung insgesamt hat.
Dienstag, 17. Februar 2009
Am Nachmittag stelle ich gegenüber der Presse gemeinsam mit dem uns beratenden Fachanwalt noch einmal die Rahmenbedingungen der erteiligten Genehmigung für das abgesagte Kolping-Karnevalsfest da. Es wird noch einmal deutlich, dass für künftige Feste auf dem Johanni-Schulplatz die Toleranz der Anwohner und natürlich ein Entgegenkommen der Vereine erforderlich ist. Die Stadt sitze dabei zwischen den Stühlen, formulierte der Anwalt. Wenn Vereine wirklich dort in Zelten feiern wollen, gehe dies nicht ohne die Tolerenz der Nachbarn. Am Abend steht das Thema Hähnchenmastställe auf er Tagesordnung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Bauen und des Bezirksausschusses auf der Tagesordnung. Die Politiker aller Fraktionen einigen sich darauf, ein Fachbüro in Sachen Flächennutzungsplanung anzuhören, um Möglichkeiten der Steuerung über die Flächennutzungsplanung anzuhören.
Freitag, 13. Februar 2009
Heute stehen Gespräche zur Vorbereitung der Sitzung der Haupt- und Finanzausschusses und des Schul- und Sportausschusses auf dem Programm. Zwischendurch wieder das Thema Karneval. Um sicher zu gehen, wird für den Samstagabend ein Sicherheitsdienst engagiert, der die Innenstadt beobachten soll. Ein Fachgespräch beim Kreis Coesfeld zum Thema Regionales Bildungsnetzwerk steht im Kalender. Am Nachmittag wird dann die Stellungnahme der Anlieger des Johannikirchplatzes öffentlich, die die Schuld der Stadt zuschieben, obwohl monatelage Gespräche, die gemeinsame vergebliche Suche nach Alternativen und auch Zusagen der Vereine zur Abregelung der Musik auf der Agenda standen. Es bleibt dabei: Wenn die Nachbarn sich auf die Rechtslage zurückziehen, wird es kein Zeltfest mehr auf dem Schulhof der Johannischule mehr geben können. Übrigens: Auf der gleichen Grundlage könnten Nachbarn z.B. in der direkten Innenstadt auch z.B. den Open-Air-Abend des Stadtfestes unterbinden.
Donnerstag, 12. Februar 2009
Es geht weiter mit dem Medieninteresse in Sachen Karneval. WDR-Fernsehen, Hörfunk und Bildzeitung melden sich an. Morgens darf ich Grundschülerinnen und Grundschüler in der Aula der Realschule zum Gelsenwasser-Theaterstück "Plitsch und Platsch" zum Thema Wasserverschmutzung begrüßen. Eine Gruppe aktiver Billerbeckerinnen, die begeisterte Karnevalistinnen sind, hat eine zündende Idee. In drei Billerbecker Kneipen gibt es am ursprünglichen Kolpng-Samstag eine Art Party-Demo für die Kolpingfamilie. Die Billerbecker wollen klar machen, dass ihnen Feste inmitten der Stadt wichtig sind gleichzeitig Spenden sammeln, da die Kolpingfamilie ja für das Fest bereits Ausgaben hatte. Der Runde Tisch gegen Gewalt befasst sich am Nachmittag mit dem Thema Vandalismus. Am Abend schließlich gibt es eine Besprechung der Bürgerinnen und Bürger, die sich für eine Bürgerstiftung einsetzen.
Mittwoch, 11. Februar 2009
Alles steht heute im Zeichen der Absage des Kolpingkarnevals. Nachbarn haben geklagt, da sie sich in ihrer Nachtruhe nicht ausreichend geschützt fühlen. Da die derzeitige Rechtslage dem Schutzbedürfnis der Nachtruhe großes Gewicht verleiht, unterliegt die Stadt Billerbeck mit der erteilten Ausnahmegenehmigung. Kolping nimmt das Angebot, zum Helker Berg umzuziehen, nicht an. Daraufhin entbrennt ein Sturm der Entrüstung, dass die Billerbecker nicht nachvollziehen können, dass Nachbarn nicht in der Lage seien, das tradtionsreiche Karnevalsfest zu tolerieren. Und das, obwohl die Kolpingsfamilie bereits im letzten Jahr bewiesen hat, dass sie die Musik nach Mitternacht herunterregeln und wirklich um 3 Uhr abstellen. Die Rechtsprechung geht allerdings davon aus, dass in der geschützten Nachtzeit höchstens 55 Dezibel zulässig sind, in etwa ein nahe vorbeifahrendes Auto. Auf dieser Basis allerdings, dass ist allen Vereinen klar, kann nicht gefeiert werden. Kolping hat sich zudem bereit erklärt, eine halbe Stunde vorher anzufangen. Bereits morgens stand eine Besprechung im TOT-Jugendzentrum auf dem Programm. Die Internetseite soll neu gestaltet werden, Außensitzplätze gebaut und ein tolles Osterferienprogramm ausgearbeitet werden. Karneval war noch ein Thema: Seite an Seite mit dem Organisationsteam Karnevalszug wird das neu arrangierte und getextete ursprünglich alte Billerbecker Lied "Gabitravola", Ganz Billerbeck trampelt vor Lachen, vorgestellt, das kein Geringerer als Jürgen Drews einsingt. Er wird dieses Lied auch auf dem Karnevalszug an Altweiber präsentieren, der zudem vom WDR übertragen wird. Am Nachmittag ist dann in einem Gespräch mit dem Kreisjugendamt die Betreuung von Kindern unter zwei Jahren ein Thema. Abends geht es dann zu einem Informationsgespräch für die Vorsitzenden und die für die DRK-Kindertagesstätten verantworlichen Ehrenamtlichen nach Coesfeld zum DRK-Kreisverband.
Dienstag, 10. Februar 2009
Vom 31. Januar bis zum 10. Februar stattete ich gemeinsam mit unserem Sohn Nicolas dem südamerikanischen Land Peru einen Besuch ab. Wir trafen dort Nicolas' Freund Thomas Mollenhauer, der in der Stadt Chiclayo ein Jahr in einer Familie verbringt, um das Land kennenzulernen und Spanisch zu erlernen. Er ist mittlerweile ein halbes Jahr da und spricht, zumindest für unsere Ohren, fließend Spanisch. Er zeigte und eine Woche lang Nordperu mit seinen bedeutenden Ausgrabungsstätten und Museen der Vor-Inka-Kulturen. In der Familie seiner Gastmutter Theresa, die als Krankenschwester arbeitet, ist er sichtbar herzlich aufgenommen worden. Der Zufall wollte es, dass wir auch noch die beiden führenden Fußballclubs in Peru trafen. Trotz spürbarer Verbesserung in den letzten Jahren nach Ende des Bürgerkrieges sind die sozialen Unterschiede deutlich spürbar. Dies zeigte auch der Besuch in Lima. Dort trafen wir Agnes Tenholte, einme Peruanerin. die lange in Billerbeck lebte und nach dem Tod ihres Ehemannes wieder nach Lima zurückkehrte. Mit gesammelten Spenden des Eine-Welt-Kreises Billerbeck im Gepäck sahen wir uns die Partnergemeinde der Katholischen Pfarrgemeinde Billerbeck, die Gemeimde 15. Januar in Lima an. Diese Kirchengemeinde liegt in einem der armen Viertel des sonst reichen und europäisch anmutenden Lima und wird von Pater Camillo, einem Kanadier geleitet. Der Zusammenhalt und das Engamenet der jungen Leute berührte uns sehr. Wir sahen auch das Frauenprojekt der Kirchengemeinde, in dem Frauen wichtiges Wissen über verschiedene Bereiche erhalten, um ihr Selbstbewusstsein in einer von Männern beherrschten Gesellschaft zu erhalten. Mittlerweile wurde auch eine Jugendgruppe gegründet, die sich "Carpe Diem" nennt und ebenfalls vor Engagement sprühte. Am Tag unserer Rückkehr erreichte uns die Nachricht von dem negativen Gerichtsentscheid über den Kolpingkarneval. Am späten Abend dann die totale Absage der beliebten Karnevalsveranstaltung.
Mittwoch, 28. Januar 2009
Mehrere verwaltungsinterne Besprechungen zu verschiedenen Themen standen heute auf dem Terminkalender. Es gilt, Vorbreitungen für das Konjunkturpaket, für den nächsten Sitzungsturnus und auch die die anstehenden Wahlen zu treffen. Am Abend tagte dann der Vorstand des Sister-City-Clubs Billerbeck-Englewood. Als Bürgermeisterin bin ich geborenes Vorstandsmitglied. Als Mutter von Kindern, die am Jugendaustausch teilnahmen und noch teilnehmen, aber auch aktives Vereinsmitglied. Im Juli startet wieder eine Gruppe Billerbecker Jugendlicher nach Englewood in die USA. Außerdem musste die Mitgliederversammlung vorbereitet werden.
Dienstag, 27. Januar 2009
Nach der Sitzung des Vorstandes der Werbegemeinschaft Billerbeck, dem ich als beratendes Mitglied angehöre, findet eine Vorbesprechung statt zur Verwirklichung des Familienratgebers, einer Idee des Lokales Bündnisses für Familie, die die Stadt umsetzt. nach dem Führer "Älter werden in Billerbeck" soll nun "Familie in Billerbeck" umfassend über Angebote für Familien informieren. Ich darf wieder die Ehrenpatenschaft für ein kleines Mädchen übernehmen, dessen Familie ich besuchte. Am Abend stand ein Gespräch mit den Fraktionsspitzen von CDU, SPD und Bündnis90/Die Grünen auf dem Programm. Thema war die Verbundschule in Rosendahl. Alle Anwesenden waren sich einig, dass wir auch weiterhin unsere beiden weiterführenden Schulen vor Ort weiterentwickeln sollen. Ob wir rechtliche Schritte einleiten wird der Schulausschuss auf der Grundlage des Anmeldeverfahrens entscheiden.
Montag, 26. Januar 2009
Heute stellte sich mir Dr. grüner, der neue Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Coesfeld vor, an der auch die Stadt Billerbeck beteiligt ist. Wir kamen dahingehend überein, dass gelebte Mittelstandfreundlichkeit einer Verwaltung der wichtigste Punkt für Unternehmen ist. Darüberhinaus rücken immer mehr die früheren "weichen" Standortfaktoren in den Mittelpunkt, Familienfreundliche Rahmenbedingungen seien unerlässlich. Ich vereinbarte mit Herrn Dr. Grüner eine weiterhin enge Zusammenarbeit über das Lokale Bündnis für Familien im Hinblick auf dieses Thema. Am Abend trafen sich an der nächsten Gesundheitswoche Interessierte in der Alten Landwirtschaftsschule. Eine Menge Ideen wurden gesammelt, die bis zum Oktober umgesetzt wurde. Ich gehöre mit zum Organisationsteam und kann so über die Stadt die Ehrenamtlichen in ihrer Initiative unterstützen.
Sonntag, 25. Januar 2009
Einen wunderschönen Abend erlebten wir gestern Abend auf der Weißenburg. Unserer Einladung zum Winterfest des Allgemeinen Billerbecker Schützenvereines folgten zahlreiche Gäste. Mit Königin Anita Schweers, König Bernd Dirks und den beiden Ehrendamen Ulrike Bücker und eben mit als Ehefrau des Königs haben wir nun noch eine Regenten-Zeit bis zum 6. Juni, dem nächsten Schützenfest des Vereines.
Freitag, 23. Januar 2009
Die enttäuschende Nachricht aus Düsseldorf: Den Bedenken aus Billerbeck und Coesfeld wird nicht gefolgt. Zwar wird anerkannt, dass Billerbecks Realschule ohne die Darfelder Schüler als gefährdet gilt, bis zum Schluss bleibt aber umstritten, ob die Darfelder Realschuler nun in Zukunft auf die neue Verbundschule oder doch auf unsere Städt. Realschule gehen. Nun müssen wir auf jeden Fall um die Darfelder Schüler werben und, das möchte ich Anfang der Woche mit den Fraktionsvorsitzenden besprechen, prüfen, ob wir rechtliche Schritte einleiten sollen. Abends dann ein erfreulicher Termin: In Münster hat der Münster-Tatort Premiere, der auch in Billerbeck gedreht wurde. ich treffe zahlreiche Billerbecker, die mitgewirkt oder mitgeholfen haben. Alle sind sich einig, dass der Film gelungen ist und dass die Bezeichnung Filmstadt Billerbek gut zu Gesicht steht. Es ist nicht nur Werbung für die Stadt, sondern auch spannenend für alle Beteiligten.
Donnerstag, 22. Januar 2009
Dieser Tag steht ganz im Zeichen der geplanten Gründung der Verbundschule in Rosendahl-Legden. Billerbeck und Coesfeld haben Bedenken geäußert, weil wir um die Zukunft unserer Schulen fürchten. Da überall die Schülerzahlen zurückgehen, wird es in Zukunft für jede Schule schwierig sein, ein gutes differenziertes Angebot zu unterbreiten. Und da passen Neugründungen wie die des Realschulzweiges in Rosendahl-Legden nicht ins Bild. Ubter der Leitung der Regierungsvizepräsidenten findet noch einmal ein langer Termin mit allen beteiligten und betroffen Kommunen und dem Ministerium statt, in dem auch Alternativen besprochen werden.
Mittwoch, 21. Januar 2009 In einem längeren Gespräch haben wir heute im hstorischen Waggon am Bahnhof gemeinsam mit dem Verein Interkulturelle Begegnungsprojekte, der den Bahnhof betreibt, über die Parksituation von Autos, Mofas, Rollern und Fahrrädern gesprochen. Da die Strecke Münster-Coesfeld von Pendlern sehr gut angenommen wird, ist dort Handlungsbedarf. Auch weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit wurden erörtert. Bekanntlich gestaltet der IBP bereits den Wildgarten und hat auch im letzten Jahr schon provisorisch das Freibad-Kiosk betrieben. Für die neue Saison ist ein festes Haus geplant, in dem der IBP dann das Kiosk einrichtet und zudem eine Holzterrasse errichtet. Als Bürgermeisterin bin ich geborenes Mitglied im Kuratorium der Ludgerus-Stiftung Billerbeck, die über eine gemeinsame Gesellschaft mit der Stiftung St. Gertrudis Horstmar das Altenpflegeheim betreibt. Am späten Nachmittag galt es in der Sitzung unter dem Vorsitz von Propst Hand-Bernd Serries wieder eine Menge Dinge zu besprechen. Abends dann ein privater Termin: Generalversammlung des Frauenchores Musica, in dem ich in der zweiten Stimme singe. Der Chor feiert in 2009 sein 25-jähriges Bestehen und plant wieder im Oktober ein großes Konzert und auch eine CD-Aufnahme.
Dienstag, 20. Januar 2009
Heute gab es eine ganze Reihe Büro- und Planungsarbeit zu erledigen. Zum Beispiel: Anlässlich des Ludgerus-Jubiläums lade ich die Bürgermeister und Oberbürgermeister all jener Städte und Gemeinden ein, die eine besondere Beziehung zum Heiligen Ludgerus durch eine Pfarrgemeinde, eine Schule oder ein Krankenhaus mit seinem Namen haben. Das Programm für den 26. März steht, die Einladungen können verschickt werden. Überraschend der Grund eines Besuches am späten Nachmittag: Peter Nowak, SPD-Fraktionsvorsitzender, und dienstältestes Mitglied des Rates der Stadt Billerbeck, erklärt gegenüber Wahlleiter Gerd Mollenhauer seinen Mandatsverzicht. Gegen Abend darf ich einer Familie die Urkunde der Ehrenpatenschaft für ihr drittes Kind überbringen. Aufgrund eines Ratsbeschlusses übernehme ich für jedes dritte und weitere Kind einer Familie die Ehrenpatenschaft. Außerdem überbringe ich das Elternbegleitbuch des Projektes "Informierte Eltern haben's leichter".
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